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Stadionsitze von Arminia

Lemgo/Lieme (bb/ruko). Im August 2018 fand auf Anregung von Arminia Bielefeld ein U11-Jugendturnier in Lieme statt. Der damalige Arminen Jugendtrainer Jonas Bastian, der aus der Lippischen Region stammt, hatte mit den Liemern dieses kleine Event vorbereitet. Jugendteams vom VfL Osnabrück, SC Paderborn und Hannover 96 waren geladen um mit den kleinen Arminen das Turnier zu spielen.

„Schon lange Zeit vor diesem Turnier gab es unsererseits Anfragen bei der Stadt Lemgo bzgl. diverser Bänke, denn Sitzplätze waren schon immer Mangelware auf unserer Anlage. Diese Anfragen verliefen leider negativ, denn eine neue Bank für vier 4 Personen sollte über 500 Euro kosten. Das hielten wir selbst auch für einen Sportplatz als unverhältnismäßig teuer und haben dankend abgewunken, denn 5 oder 6 Bänke hätten wir schon benötigt und 3000 Euro wären dafür auch nicht von Lemgo gekommen“, so Liemes 3. Vorsitzender Benno Beermann.
„Mal auf eine Tasse

Kaffee vorbei kommen!“

Einige Monate später hatte Beermann dann Kontakt zu dem Vorsitzenden eines anderen Sportvereines, der Stadionsitze auf seiner Sportanlage montiert hatten. Es handelte sich hierbei um eine Spende eines größeren Vereines in Norddeutschland. „So kam ich auf die Idee, die bestehenden Kontakte zu nutzen und doch einfach einmal höflich bei Arminia Bielefeld anzufragen“, so Beermann weiter. Schon nach einer Woche kam die Antwort und eine Einladung, mal „auf eine Tasse Kaffee“ vorbeizukommen. Man wollte sicherlich wissen, wer da wohl diese schräge Idee gestellt hatte. Es gab sehr angenehme Gespräche mit den MA der Geschäftsstelle und schon wenige Tage später durfte sich der VfL Lieme 42 Stadionsitze abholen.

In einer Antwort auf das schriftliche „Dankeschön“ der Liemer stellte Bielefelds Präsident Hans-Jürgen Laufer dann in Aussicht einmal vorbeizuschauen, um zu sehen, was mit den Sitzen gemacht wurde, was er dann schließlich am vergangenen Samstag auch in die Tat umsetzt.

Hilfe von den Sponsoren

Dank der guten Verbindungen des VfL Lieme zum Betonwerk LINTEL hat der VfL dann in einem Gespräch mit der Betriebsleitung sein Vorhaben vorgestellt und bzgl. der hier produzierten Betonelemente nachgefragt, auf denen die Sitze montiert werden sollten. Hier war man von dieser Idee sehr angetan und umgehend wurde eine Spende von 60 der benötigten Elemente zugesagt, inkl. der kostenlosen Anlieferung durch die Firma Sommerburg-Transporte. Die Erstellung der Verbundsteinpflasterflächen wurde komplett in Eigenleistung der Vereinsmitglieder durchgeführt. Das Material hat die Stadt Lemgo bezahlt, der benötigte Bagger stand als kostenlose Hilfe von Firma Kramp & Kramp zur Verfügung. Auch die Montage der Sitze wurde wieder zu einem Gemeinschaftsprojekt der Fußballabteilung, mit Bratwurst und Bierchen.

Besonders die älteren Zuschauer freuen sich jetzt über den Sitzkomfort und kommen gerne zur „Begakampfbahn“ um sich ein Spiel anzuschauen und sich eine Sportplatzwurst zu gönnen.

„Sitzen alle in einem Boot!“

Wie schon erwähnt war Bielefelds Boss Hans-Jürgen Laufer am vergangenen Samstag dann selbst in Lieme vor Ort, um das vom VfL Geschaffene zu begutachten. Mit dabei auch Patrick Cöhring, Vertrieb Firma Lintel, Mira Hanheide, 1. Vorsitzende des VfL Lieme, Sebastian Stösser, Geschäftsführer des VfL Lieme, Benno Beermann, 3. Vorsitzende des VfL Lieme und Thomas Bruns, Leiter der Jugendspielgemeinschaft. Nach der Besichtigung der neuen Sitzgelegenheiten saß man noch fast 2 Stunden zusammen und plauderte intensiv. Man merkte dem Arminen-Boss an, dass er ehrlich gerne gekommen war und Freude daran hatte, mit den Menschen von der Basis zu sprechen und Gedanken auszutauschen. Vor allen Dingen über den sozialen Wert des Sportangebotes in den kleinen Vereinen für die Gesellschaft. „Ein sehr angenehmer Mann und sozial denkender ‚Überzeugungstäter‘, der nicht nur Werbung für Arminia Bielefeld macht, sondern auch aufgezeigt hat, dass wir alle in einem Boot sitzen, egal ob großer oder kleiner Verein. Ohne ehrliches Engagement geht nirgendwo etwas“, zeigte sich Beermann beeindruckt von der Sichtweise Laufers.

Auch in Zukunft arbeitet der VfL Lieme noch an weiteren Verbesserungen für Spieler und Zuschauer.